Zelltherapie
– ein Erfahrungsbericht
Definition
Die Bezeichnung "Zelltherapie" bedeutet in der neutralsten
Version den Einsatz von Zellen zu therapeutischen Zwecken. In dieser
allgemeinen Fassung gehört die Zelltherapie zu den ältesten
Verfahren der Medizin. Denn hierher sind einzuordnen: Bluttransfusionen,
Thrombozyten-Transfusionen, Erythrozyten-Konzentrate, Leukozyten-Suspensionen,
Thymus-Implantationen, Knochenmark-Implantationen, Transplantationen
von Lebergewebe. Im Sprachgebrauch der letzten Jahrzehnte ging die Zuordnung
der Zelltherapie begrifflich mehr auf die Verwendung von fetalen, xenogenem
Geweben über. Nach dieser eingeengten Definition ist die Zelltherapie
in ihrer heutigen praktischen Anwendung eine Injektionsimplantation
fetaler oder juveniler xenogener Zell- und Gewebesuspensionen.
Meine erste Begegnung mit der Zelltherapie machte ich in frühester
Jugend. Ein entfernter Onkel von mir (Dr. med. Joachim Stein) hatte
in Heidelberg eine Praxis, in der er mit Frischzellen Patienten unterschiedlicher
Symptome und Erkrankungen behandelte. Dieser Onkel war auf weite Strecken
Wegbegleiter des Schweizer Arztes Paul Niehans gewesen. Zu dieser Zeit
wurden jene Ärzte, die in meinen Augen durchaus zu den Wegbereitern
der heutigen Xenotransplantation, d.h. der Übertragung von Zellen
oder Geweben tierischen Ursprungs auf den Menschen, jedoch entweder
müde belächelt, oder aber als „Wunderheiler“ verherrlicht.
Beides ist natürlich falsch, da es sich auf der einen Seite um
sehr nutzbringende, als andererseits auch um erklärbare, wissenschaftlich
nachweisbare Vorgänge handelt.
Leider wird die Zelltherapie oder wie von Niehans beschrieben „Zellulartherapie“
heute immer noch, mit den sog. „Frischzellen“ von damals
in Zusammenhang gebracht und als unwirksam, wenn nicht sogar gefährlich,
verworfen. Obwohl die Frischzellen in ihrer ursprünglichen Bedeutung
noch immer ihre Daseinsberechtigung haben. Zu den unterschiedlichen
Arten der Zelltherapie komme ich zu einem späteren Zeitpunkt. Ferner
findet sie noch immer nicht die Anerkennung in der Schulmedizin, die
sie eigentlich verdient hätte, obwohl die wissenschaftlichen Hintergründe
z. T. besser begründet sind, als in so manch anderer Therapieform,
die heutzutage angewandt wird.
Leistung und Legende (aus dem Buch „Zelltherapie- ein Schritt
in die Zukunft der Medizin“ von Prof. Dr. med. Franz Schmid)
„Die Epoche der mystischen Verklärung und der Exklusivität
wird geprägt von Presseberichten über erfolgreiche Behandlungen
berühmter Persönlichkeiten, speziell durch Paul NIEHANS. Es
gab eine publizistische WeIle, in welcher das Wirken älterer Zeitgenossen,
die im Rampenlicht der öffentlichen Mediengunst standen, schlechthin
auf die Behandlung mit "Frischzellen" zurückgeführt
wurde. Dutzende berühmter Namen tauchten hier auf.
Da Paul NIEHANS das Arzt / Patientenverhältnis als strenges Vertrauensverhältnis
kompromisslos wahrte, kann der historische Wahrheitsgehalt vieler Darstellungen
nur dort beurteilt werden, wo langjährige Behandlungen stattfanden
oder persönliche Mitteilungen und Diskussionen den Wahrheitsgehalt
verbürgen.
Dies trifft für viele gekrönte Häupter zu, darunter
für Kaiser
Hirohito aus Japan, Kaiser Heile Selassie aus Äthiopien und König
Ibn Saud von Saudi Arabien. Manchem bedeutsamen Mann wie Bernhard Baruch,
der an den Rollstuhl gebunden war, verhalf die Behandlung durch NIEHANS
zu Jahren eines aktiven Wirkens. Die erfolgreiche Behandlung eines Rockefeller-Sohnes,
der an einer Lähmung litt, brachte NIEHANS nach seinen Aussagen
die Feindschaft mancher berühmter Universitätsprofessoren
ein, die den gleichen Patienten vorher erfolglos behandelt hatten.
Mit Schriftsteller wie Sommerset Maugham oder Musikern wie Wilhelm
Furtwängler entwickelte sich aus der ärztlichen Betreuung
heraus eine enge Freundschaft.
Der wohl prominenteste Patient von Paul NIEHANS war Papst Pius XII.
Dieser wurde 2mal von P. NIEHANS behandelt. Über die erste Behandlung
verfasste NIEHANS auf Wunsch des Papstes einen ausführlichen, in
2 Buchbänden gebundenen Krankenbericht. Die Gegner von NIEHANS
witzelten bei dieser ersten Behandlung, dass man eine Zwerchfellhernie
wohl kaum durch Zelltherapie heilen könnte. Tatsächlich war
die ärztliche Leistung primär eine einfühlende pflegerische,
die mit unkonventionellen Mitteln die Abmagerung des Papstes behob und
sekundär eine zelltherapeutische, die schließlich die notwendige
Operation ermöglichte. Das enge Vertrauensverhältnis, das
sich daraus entwickelte, fand Ausdruck in der Aufnahme des ehemaligen
evangelischen Theologen Paul NIEHANS in die päpstliche Akademie
der Wissenschaften als Nachfolger von FLEMING, dem Entdecker des Penicillins.
Manche andere Berichte gehören dem Reich der Legende an. Ob Konrad
Adenauer oder Charles De Gaulle von P. NIEHANS je behandelt wurde, ist
nicht belegt. Sicher ist, dass die zitierte Behandlung von W. Churchill
nie stattgefunden hat. Der auf diplomatischem Wege vorgebrachte Behandlungswunsch
wurde von Paul NIEHANS wie folgt beantwortet: „Wenn W. Churchill
auf der Straße, die durch mein Grundstück am Genfer See führt,
ein Unfall zustößt, bin ich bereit Erste Hilfe zu leisten,
zu weitergehenden ärztlichen Maßnahmen jedoch nicht!"
Diese Antwort ist nur verständlich aus NIEHANS preußisch-aristokratischer
Grundhaltung, die ihm so viele Schwierigkeiten im Lande, in dem er lebte,
einbrachte. Paul NIEHANS sah in Churchill den Hauptverantwortlichen
für viele unsinnige Grausamkeiten in den letzten Abschnitten des
Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit und für die Teilung
Europas. Sein früher Einsatz gegen die unmenschliche Behandlung
deutscher Kriegsgefangener und deutscher Flüchtlinge brachte ihm
neben Anerkennung - wie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch
Theodor Heuß und die Ehrendoktorwürde der Universität
Tübingen - auch nicht wenige Gegner ein.“
Zwischen Glorifizierung und Verdammung
Jeder echte Fortschritt hat vier Hürden zu überwinden
- die Nichtbeachtung,
- das Lächerlich-Machen,
- die Duldung,
- die sachliche Auseinandersetzung,
- bevor das Ziel erreicht ist: Die Selbstverständlichkeit.
Leider haben sich in späteren Jahren die Deutsche Forschung und
Wissenschaftler die Butter vom Brot nehmen lassen. In Russland z. B.
ist die Forschung in der Xenotransplantation wesentlich weiter fortgeschritten,
als hierzulande. Auch haben ausländische Forscher erfolgreich Zellen
transplantiert, ohne den Begriff Zelltherapie zu verwenden, geschweige
denn, die deutsche Literatur zu erwähnen.
Nach der Hochzeit der Zelltherapie in den 50er und 60er Jahren, die
fürwahr ad absurdum und zum Teil auf abenteuerliche Weise durchgeführt
wurde, wurde es in der Öffentlichkeit still um diese Behandlungsform.
Schnell waren Namen wie Niehans, Bircher, Block, Dittmar, Wiedemann,
Schmid, Theurer und Dykerhoff vergessen. Auch bot die gesetzliche Situation
in Deutschland nicht gerade eine solide Grundlage für die Rechtssicherheit
der Therapeuten. Erst eine spätes Urteil des Bundesverfassungsgerichtes
aus dem Jahre 2000 (1 BvR 420/97) gab den noch heute existierenden Therapeuten
auf diesem Gebiet wieder die heutige Handlungsgrundlage, indem es ein
seit 1997 bestehendes Verbot von Behandlungen mit Frischzellen aufhob.
An dieser Stelle sei betont: Die Behandlung mit Zelltherapie ist nicht
einfach und bedarf einer exakten, intensiven Ausbildung und einer ebenso
absolut sicheren und präzisen Diagnose. Ferner sei auch hier festgestellt,
dass die Zelltherapie kein Allheilmittel und schon gar keine „Wunderkur“
ist. D.h. sie muss gekonnt und verstanden sein; dann allerdings ist
sie erfolgreich. „Der richtige Einsatz lohnt jede Mühe und
wird zur tiefen moralischen Befriedigung“ (Hoepke)
Kommen wir nun zur Betrachtung der unterschiedlichen Formen der Zelltherapie,
die nicht erst mit der Zelltherapie nach Niehans, Einzug in die medizinische
Schriften gehalten hat. Die Geschichte der Krankheitsbehandlung mit
Körperzellen und –Geweben ist so alt wie die Geschichte der
Heilkunst selbst. Ihre Zeugnisse finden sich schon in dem berühmten
altägyptischen Papyrus Ebers, bei dem griechischen Philosophen
Aristoteles (384-322 v. Chr.) und später bei dem schweizerischen
Philosophen und Arzt Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim,
1494-1541).
Heutzutage kommen folgende Aufbereitungen zur Anwendung:
- Lebende Frischzellen
- Zellkulturen aus Primärkultur (precursed oder progenitor Stammzellen)
wobei hier KEINE embryonalen Zellen Anwendung finden
- Trockenzellen (sog. Lyophilisate)
- Ultrafiltrate verschiedener Organe und Gewebe (Peptide)
- Homöopathisierte Zellaufbereitungen
- Fertigarzneimittel
unterschiedlicher Spender (Rind, Schwein, Schaf, Kaninchen) und unterschiedlicher
Altersstruktur (embryonal, fetal, adult).
Alle Formen finden in meiner heutigen Praxis Anwendung, wobei ich die
Behandlung mit den Zellen aus der Primärkultur den absoluten Vorrang
einräume.
Niehans seinerzeit, inaugurierte die Injektion lyophilisierter Trockenzellen,
d.h. unter Tiefkühlung im Luftvakuum getrockneter Zellen. (Ein
Verfahren dass wir in ähnlicher Weise aus der Herstellung von löslichen
Kaffeezubereitungen kennen).
Die moderne Aufbereitung aller Zellpräparate ist heutzutage sicher,
sie ist standardisiert und wird in hochmodernen Labors durchgeführt.
Alle Zellpräparate, wenn sie nicht als Arzneimittel zugelassen
sind, werden von mir selber ohne die Notwendigkeit einer behördlichen
Erlaubnis nach § 13 Abs. 1 Satz 3 Arzneimittelgesetz in dafür
zugelassenen und zertifizierten Labors hergestellt. Sowohl Ausgangsmaterial
als auch Endprodukt unterliegen strengen Kontrollen, wie z.B. auf: Zoonosen,
Sterilität und Pyrogenität. Hierbei sei bemerkt, dass alle
Präparate individuell für EINEN Patienten und dessen individuellem
Krankheitsbild hergestellt werden. Eine Weitergabe an Dritte ist insofern
ausgeschlossen und gesetzlich verboten.
Häufig wird die Zelltherapie, meist von Kritikern, die diese Form
der Therapie nicht kennen, nicht kennen wollen, geschweige jemals selbst
angewendet haben, als unspezifische Reiztherapie bezeichnet. Diese Bezeichnung
ist schlichtweg falsch. Vielmehr handelt es sich um eine spezifische
Informations- und Regenerationstherapie, die bei fast allen degenerativen
Erkrankungen, also dort wo Zellen untergehen angewendet werden kann.
Auf einzelne Indikationen werde ich später eingehen.
Absolut kontraindiziert sind:
- Akute und chronische bakterielle Infektionen
- Akute virale Infektionen (außer die Behandlung ist darauf
abgestimmt)
- Impfungen (Karenzzeit 4 Wochen vor oder nach der Impfung)
- Akute allergische-hyperergische Situationen
- Akute Stress Situationen (z.B. frischer Herzinfarkt, apoplektischer
Insult)
- Finale Krankheitszustände (als sog. „letzter Versuch“)
Es sei nochmals ausdrücklich betont, dass eine Behandlung mit
Zelltherapie, welcher Art auch immer, ohne eingehende Anamnese, gewissenhafter
Untersuchung mit eindeutigem Befund unter weitgehendem Ausschluss aller
Risiken, nicht durchgeführt werden darf. Dieses aber zeichnet den
verantwortungsvollen Therapeuten bei der Abwägung ALLER geplanten
Therapien sowieso und grundsätzlich aus.
In meiner Praxis wird eine Zelltherapie erst nach einer intensiven
Vorbehandlung von mindestens einer Woche Dauer durchgeführt. Hierbei
wird der Patient sowohl in pflegerischer als auch in individueller Behandlung
in die, seinem Krankheitsbild entsprechende, bestmögliche physische
und psychische Kondition in Bezug auf sein Immunsystem, die Flüssigkeitssubstitution
als auch die Entgiftungsfunktionen seiner Organe gebracht. Nach der
Behandlung bleibt der Patient weitere drei bis fünf Tage unter
enger Beobachtung und kann erst nach erneuter eingehender Untersuchung
seinen Heimweg antreten.
Bevor wir uns jedoch den einzelnen Erkrankungen, die ich erfolgreich
mit Zelltherapie behandelt habe und die aus den Betrachtungen aus dem
reichen Erfahrungsschatz erfahrener Kollegen stammen, widmen wollen,
lassen Sie mich auf die Wirkungsweise dieser Methode eingehen.
Wirkprinzipien der Zelltherapie
- Der hohe Gehalt fetaler Zellen an
- biochemischen Substraten
- Enzymen
- die den biologischen Konzentrationen und Relationen entsprechende
Zusammensetzung an Elementen und Spurenelementen
- die im Verhältnis zur Masse (Materie) hohe Energie (= dynamische
Potenz) fetaler und juveniler Gewebe
- der resistenzsteigernde und antimikrobielle Effekt
Untersuchungen mit Vitalfarbstoffen und radioaktiven Markierungen waren
in der Lage, den Weg nachzuzeichnen, den das implantierte Gewebe geht.
Nach unserem heutigen Erkenntnisstand, werden die implantierten Zellen
sehr rasch von körpereigenen Mikrophagen aufgenommen, an die Membranen
der Mikrophagen geheftet und schon innerhalb der ersten zwei Stunden
zusammen mit den Mikrophagen von körpereigenen Makrophagen (Monozyten)
phagozytiert. Innerhalb dieser Makrophagen beginnt dann der Verdauungsvorgang,
der sich etwa über zwei Tage erstreckt. Nach diesem Zeitpunkt ist
es auch elektronenoptisch nicht mehr möglich Partikel der Implantierten
Zellteile nachzuweisen.
„Soweit unsere gegenwärtigen Informationen reichen, kann
die Inkorporation dieser abgebauten Implantationsgewebepartikel bis
in die Größenordnung der Oligopeptide gehen; es ist aber
durch die passive Übertragung des Immunglobulin M bei der Tuberkulinallergie
bewiesen, dass selbst Makromoleküle mit einem Molekulargewicht
von etwa 960 000 (!) mittels Zellen auf den Empfängerorganismus
übertragen werden können und dort in spezifischer Funktion
wirken, auch wenn sie von artfremden Organismen stammen“ (Schmid)
Wirkungs- und Begleitphänomene
Die Implantation selbst verursacht einen Volumendruckschmerz durch
Abhebung und Dehnung der Haut (Lyophilisate). Der in der Regel 2-4 Minuten
anhält, bei forcierter Injektion und größeren Mengen
aber 5-10 Minuten anhalten kann.
Bei der Applikation von kultivierten Zellen in den Bereich der Aponeurose
des m. obliquus rect. ext. kommt es neben dem Volumendruckschmerz im
Verlauf von Stunden zu einem grösserflächig angelegten Wundschmerz,
der einem Muskelkater nach intensivem Bauchmuskeltraining gleichzusetzen
ist.
Auf die spezielle Behandlungsweise mit den von mir genannten Zellkulturen,
gehe ich intensiv zu einem späteren Zeitpunkt ein, da sie eine
besondere Rolle in meiner heutigen Praxis darstellt.
Hier werden allgemeine Betrachtungsweisen dargestellt, die auf alle
Applikationsformen und Zellaufbereitungen zutreffen.
Den Abbau- und Transportvorgängen im Organismus parallel, geht
die eigentliche Belastungsphase.
Die Belastungsphase kann in einer geringen Zahl von Fällen mit
leichten Temperaturerhöhungen von 0,5 bis 1 Grad Celsius (also
etwa 37,8 bis 38,5 Grad Celsius Körpertemperatur) für einige
Stunden oder 1 - 2 Tage einhergehen. Im Blutbild findet sich zu diesem
Zeitpunkt eine Leukozytenerhöhung mit Vermehrung der Polynukleären
als Ausdruck der leukozytären Kampfphase; diese ist identisch mit
der Absorption der implantierten Zellpartikel durch die Membranen der
Leukozyten. Erwachsene beschreiben häufig ein wohltuendes Ruhebedürfnis,
manche ein Gefühl wie nach einer reichen Mahlzeit, andere sprechen
von Abgeschlagenheit für einige Tage. Auch Appetitsteigerungen
und Abneigung gegen Alkohol werden gelegentlich angegeben. Kinder können
in der Belastungsphase 2 gegensätzliche Erscheinungsbilder zeigen
Schlafbedürfnis über mehrere Stunden bis zu 2 Tagen auf der
einen Seite und eine Hypermotilität bis Rastlosigkeit als anderes
Extrem. Die Mehrzahl der Kinder lässt eine Belastungsphase überhaupt
nicht erkennen.
Die Wirkungsphase pflegt sich in der 3. und 4 Woche nach der Injektion
abzuzeichnen. Am überzeugendsten ist dies aus den hundertfachen
Beobachtungen der Eltern bei behinderten Kindern, die von einem "Entwicklungsschub"
oder "Entwicklungssprung", manchmal auch von einer "Entwicklungsexplosion"
im motorischen, sprachlichen, geistigen oder Verhaltensbereich sprechen.
Diese Phase hält über etwa 3 Monate an, um dann abzuflachen,
und nach 5-6 Monaten die Schwelle registrierbarer Effekte zu unterschreiten.
Bei Verwendung von hormonell aktiven Organen wie Plazenta, Testes,
Nebenniere wird nicht selten eine unmittelbare Wirkung nach der Implantation
beobachtet, die sich bei gegebenen Voraussetzungen in einer besseren
Durchblutung der Körperperipherie mit WohligkeitsgefühI und
tiefem Schlaf äußert.
Ausnahmsweise werden aber unmittelbar nach der Implantation auch „unruhige
Nächte“ angegeben.
Latenzphase
Zwischen der Belastungsphase und der Wirkungsphase liegt eine verschieden
lange Latenzphase. Es ist jene Periode, in welcher nach Abbau und Abtransport
des Implantationsmaterials die Verteilung im Körper und der Einbau
in die homologen Strukturen erfolgt. Diese Latenzzeit kann bei älteren
Menschen Wochen bis Monate betragen. In der Regel erstreckt sich die
Latenzperiode über 10 - 25 Tage.
Neben dieser generellen Zeittafel gibt es aber auch eindrucksvolle
Beispiele von früheren oder späteren Wirkungseintritten, insbesondere
bei intraperitonealer Injektion und hinsichtlich der längeren Intervalle
bei älteren Menschen.
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